Ein gutes Jahr

"Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg" ­— Laotse

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mir ganz bewusst und konkret Ziele zu setzen. Warum? Um über das Jahr verteilt kleinere Erfolge zu verzeichnen und mir den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen. Aber auch ein Jahresplan will gut durchdacht und getaktet sein.


Entscheide, wer du sein willst

Der Neurobiologe Gerald Hüther empfiehlt, sich einfach zwei grundlegende Fragen zu stellen und damit eine fundamentale Entscheidung für sich selbst zu treffen:


Was will ich für ein Mensch sein? Wozu will ich dieses Leben nutzen?

Durch die Beantwortung dieser Fragen schaffe ich automatisch ein Bild von meinem zukünftigen Ich. An diesem Bild kann ich mich stets orientieren, wo ich aktuell stehe und was ich unternehmen kann, um meinem Ziel ein Stückchen näher zu kommen. Ich habe mir zum Beispiel letztes Jahr gewünscht, mehr zu lesen, was mir unterm Strich nicht wirklich gelungen ist. Warum? Weil ich ständig von meinem Smartphone abgelenkt und dauernd in sozialen Netzwerken unterwegs war. Deshalb habe ich Anfang des Jahres alle Social Media Apps von meinem Handy deinstalliert, um mehr Zeit zum Lesen zu haben. Es zahlt sich aus: Das erste Buch habe ich schon durch und das zweite bereits angefangen.


Den Fokus setzen

Wo fange ich an? Als erstes habe ich mir ein Motto für das Jahr 2021 gesetzt, man könnte es auch Fokus nennen oder Thema. Dafür gibt es kein Rezept und ich habe mein Motto ganz simpel mithilfe eines Posts auf Instagram gefunden, in welchem man Worte in einem Buchstabensalat entdecken sollte. Die ersten vier Worte, die man „entdeckte“, ergaben folglich den neuen Jahresfokus. In meinem Falls waren es die Worte change, creation, love und power (zu Deutsch: Veränderung, Schöpfung, Liebe, Kraft). Diese Auswahl half mir, meine Wünsche und Gedanken zu kategorisieren. Für Veränderung fiel mir sofort ein, dass ich dieses Jahr umziehen möchte und einen neuen Job suche. Bei Liebe denke ich an Selbstfürsorge und daran, dass ich gerne eine Therapie machen würde. Aber auch körperliche Fitness ist mir wichtig und ich würde mich gerne mehr mit Yoga beschäftigen.


Sich selbst ein Versprechen machen

Bedeutet: die eigenen Wünsche und Ziele in konkrete Absichten zu formulieren und zu terminieren. Sich selbst ein Versprechen geben, dass man bis zu einem bestimmten Datum etwas erledigt oder erfüllt hat. Dafür kann man sich einen Jahreskalender aufzeichnen oder ausdrucken oder alles digital in einem Aufgabenmanagementtool festhalten – ich benutze dafür das kostenlose Tool Asana. Hier trage ich meine Ziele als Abschnitte ein und benenne sie (Ziel 1, Ziel 2, usw.); sogenannte Meilensteine, und notiere gleich dazu die Deadlines. Nach und nach ergibt sich eine gut gefüllte Liste, die mir einen Überblick über die großen to-do’s des Jahres gibt. Auch ein Blatt im A2 oder A3-Format eignet sich dazu. Zu guter Letzt überlege ich mir die notwendigen Schritte und Phasen auf dem Weg zu den einzelnen Meilensteinen. Im Beispiel „Yoga lernen“ habe ich mir zwei 30-Tage-Challenges auf Pinterest ausgesucht und als Link hinterlegt. Entweder hake ich die Aufgabe ab, sobald die 30 Tage um sind oder nach jedem absolvierten Tag (das steigert das Erfolgserlebnis, weil sich die grünen Haken häufen, haha).


Mit Niederlagen umgehen

Auch ein noch so guter Jahresplan mit den edelsten Vorsätzen ist nicht in Stein gemeißelt und es kann durchaus passieren, dass etwas dazwischenkommt und ein Termin nicht wahrgenommen oder sogar ein Ziel nicht erreicht werden kann. Ich sollte mir im Klaren darüber sein, aus welchem Grund ich etwas nicht machen konnte und ob ich dennoch die Absicht habe, das Ziel weiter zu verfolgen. Dazu gehört auch, mir einzugestehen, wenn ich es vielleicht doch nicht so ernst meinte, um nicht wertvolle Zeit mit weiteren „Versuchen“ zu verschwenden. Überhaupt schließt ein Versuch immer auch ein Scheitern ein. Deshalb habe ich mir vor einiger Zeit abgewöhnt, zu sagen „ich versuche es“ – Entweder ich mache etwas oder nicht.


Wer will ich sein und wie will ich leben?


Das ist alles leichter gesagt als getan und es wird sich erst zeigen, wie gut ich meine Ziele in 2021 realisieren werde (to be continued). Letztlich kommt es wohl wirklich auf die Frage an, wie oder wer ich gerne sein möchte – Der Weg ist das Ziel. Auch nach 29 Jahren bin ich noch nicht dort, aber ich habe jeden Tag die Chance, mich auf den Weg zu machen.


Über die Autorin und Designerin Aivin Bleich.

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