Fashion Revolution – Pioniere nachhaltiger Mode

Aktualisiert: 14. Nov 2020

#1 WeDress Collective | Ein riesiger gemeinsamer Kleiderschrank

Unser Bewusstsein für Qualität und Langlebigkeit in der Mode nimmt stetig zu und entsprechend der Nachfrage verändert sich das Angebot. Second Hand und Upcycling spielen eine immer größere Rolle. Unsere Lieblingskleidung lagert im Schnitt neun Jahre in unseren Kleiderschränken*, während wir parallel täglich das Bedürfnis nach neuen Modetrends verspüren.

Jasmin Huber ist Gründerin und Geschäftsführerin von WeDress Collective und möchte mit ihrer Fashion Sharing Plattform die Art, wie wir Mode konsumieren revolutionieren und somit Fast Fashion den Kampf ansagen: Mode bewusst und nachhaltig konsumieren, ohne dabei die sozial- und umweltbelastenden Bedingungen in der Bekleidungsindustrie weiter voranzutreiben. Wie wir die Nutzungsdauer unserer Kleidung verlängern und damit nachhaltig Einfluss auf unser Konsumverhalten nehmen können, erfahrt ihr in diesem Beitrag.


Ein riesiger gemeinsamer Kleiderschrank

Was tun, wenn der Kleiderschrank sowieso schon aus allen Nähten platzt, obwohl wir doch gerade erst während des Lockdowns gründlich aussortiert haben? Ganz einfach: Kleidung, die wir gerade nicht tragen, anderen zur Verfügung stellen und selbst neue Modetrends mieten – SHARING IS CARING. So reduzieren wir Neuanschaffungen, was sich langfristig positiv auf die umweltbelastenden Produktionsbedingungen auswirken kann, da weniger Neuware produziert werden muss. Außerdem verlängern wir die Nutzungsdauer bereits existierender Kleidungsstücke und schenken ihnen somit die Wertschätzung, die sie verdienen. Nachhaltig Mode zu konsumieren muss nicht per se mit Verzicht einhergehen, sondern kann uns durch Umverteilung vorhandener Ressourcen und unabhängig vom Einkommen Zugang zu allem ermöglichen, was wir möchten, ohne es selbst zu kaufen. Hochwertige Kleidung und Accessoires werden somit auf Zeit für jedes Budget zugänglich.


An wen sich das Angebot von WeDress richtet

WeDress ist DIE Plattform für alle Modeinteressierte, die sich gern stilvoll und abwechslungsreich kleiden und Mode nachhaltig konsumieren möchten. Hochwertige Kleidung und Accessoires ab einem Einkaufswert von 110 € kannst du hier für eine selbst festgelegte Tagesmiete der WeDress Community zum Leihen anbieten und somit ein passives Einkommen mit deinen Schätzen verdienen, während du sie nicht nutzt. Das WeDress Collective entwickelt sich mit seiner Community ständig weiter und lebt von den Ideen und Bedürfnissen ihrer Teilnehmer*innen. So ist zukünftig geplant, dass Kleidung und Accessoires auch auf Wochen- oder Monatsbasis angeboten bzw. gemietet werden können. Die Anmeldung auf WeDress ist kostenfrei – Erst bei der Vermittlung fällt eine Provision an.


WeDress gibt es in drei Städten

Nachhaltigkeit spielt auch bei der Verpackung und beim Versand eine entscheidende Rolle. Deshalb gibt es WeDress derzeit in den Metropolen Berlin, Wien und München. So wird sichergestellt, dass die gemieteten Kleidungsstücke nicht erst lange Transportwege zurücklegen müssen, um getragen zu werden; Die Übergabe kann bequem in deiner Nähe erfolgen und nebenher lernt man auch noch die Community kennen. Sollte es trotzdem einmal vorkommen, dass keine persönliche Übergabe stattfinden kann, könnt ihr eure 'Juwelen' ganz einfach per Fahrradkurier verschicken.


Über die Gründerin | SHOW, DON’T TELL

Jasmin Huber ist schon immer in der Mode verwurzelt gewesen. In ihrer Jugend gab sie ständig ihr Taschengeld für Modezeitschriften aus und wollte selbst Mode kreieren. Auch, wenn aus der Designerkarriere nichts wurde, beriet sie ihre Freundinnen beim Einkaufen und entwickelte daraus ein feines Gespür für den gezielten Einsatz von Kleidung und Accessoires ­– Fashionberatung offline sozusagen. Dennoch zog es die gebürtige Münchnerin beruflich zunächst in die Finanz- und Versicherungsbranche. In späteren berufsbegleitenden Studien mit Schwerpunkt Sustainability & Responsible Management setzte sie sich intensiv mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinander; im Rahmen ihrer Bachelorthesis beleuchtete sie im Speziellen den Bekleidungssektor. 2016 hatte sie erstmals den Wunsch, ihre Leidenschaft für Mode, vereint mit ihren Werten in den Job einzubinden und entwickelte über die letzten Jahre hinweg ihre Ideen zu einem konkreten Geschäftsmodell für Fashion Sharing. Letztes Jahr setzte sie letztendlich ihre Vision in die Tat um und wurde von der Beraterin zur Macherin. WeDress Collective steht dafür, Mode nachhaltig und verantwortungsbewusst zu leben. Fast Fashion is over!

Neugierig? Hier geht's zum WeDress Collective, deinem neuen, riesigen Kleiderschrank zum Teilen.

Über die Autorin und Designerin Aivin Bleich


Bleib auf dem Laufenden und erhalte auf Instagram spannende Insights in meinen Alltag als Designerin @blushstories.berlin | @aivinberlin

*Repräsentative Studie durch das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie., 2016 Bildquelle: Jasmin Huber/privat

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